Ibis reichert SolMan weiter an
Nutzungsanalysen stehen bei SAP-Bestandskunden hoch im Kurs
Die 15. SAP-Ibis-Tagung, zu der über 300 SAP-Anwender auf die Festung Marienberg in Würzburg kamen, behandelte zwei zentrale Fragen: Welche Möglichkeiten bietet die aktuelle Version 7.1 des Solution Manager? Und: Wie können Unternehmen die neuen Nutzungsanalysen des SolMan sinnvoll erweitern?
Die seit September 2011 allgemein verfügbare Version 7.1 des Solution Manager beinhaltet zahlreiche neue Funktionen. Mit der Lösung lassen sich erstmals neben SAP-Systemen auch Nicht-SAP-Systeme managen. Sie verfügt unter anderem über eine neue Monitoring- und Alerting-Infrastruktur sowie diverse Dashboards. Zudem ist die neue Benutzeroberfläche anwenderfreundlicher. Wichtige Neuerungen im Bereich der Lösungsdokumentation des Solution Manager sind das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Ibis Prof. Thome. In der aktuellen Version des Solution Manager gibt es erstmals eine detaillierte automatisierte Reverse-Geschäftsprozessdokumentation (Reverse Business Process Documentation, RBPD). Durch spezielle Prüfschritte wird ermittelt, welche Stammdaten, Prozesse und Prozessschritte aus dem Business Process Repository (BPR) des Solution Manager in einem SAP-System aktiv sind. RBPD unterstützt dabei nicht nur die Nutzungsanalyse von SAP-Systemen auf Basis sämtlicher Transaktionen, sondern wird künftig auch neue Informationsquellen wie Usage and Procedure Logging (UPL) und detaillierte SQL Abfragen beinhalten, die eine intelligente Analyse der Nutzungsstatistiken liefern. Dazu hat Ibis Prof. Thome für den Workcenter „Solution Documentation Assistant“ (SDA) des Solution Manager
zusammen mit der SAP die Prüfschritte um sogenannte SQL Check Steps und UPL Check Steps erweitert. Bestandskunden werden von den UPL- und SQL-Abfragen durch eine eindeutige Identifikation ihrer tatsächlich genutzten Prozesse im SAP-System und einer verbesserten Zuordnung einzelner Transaktionen profitieren. So können sie die Transparenz in ihren IT-Landschaften und ihre Transformationsfähigkeit erhöhen.
Ibis Prof. Thome hat den Solution Documentation Assistant des neuen SolMan mit betriebswirtschaftlichen Inhalten und Nutzungsstatistiken angereichert. Seitdem gibt es neben RBPD-Analysen für ERP auch Analysen für die Branchenlösungen Handel (SAP for Retail), Versorgungsunternehmen (SAP for Utilities) sowie den öffentlichen Sektor (SAP for Public Sector). „Auf der SAP-Ibis-Tagung haben wir hierfür viel positives Feedback von den Bestandskunden bekommen“, freut sich Andreas Hufgard, Leiter der Ibis Labs. „Wir werden deshalb die Inhalte in den nächsten Monaten sukzessive für andere Lösungen ausbauen.“ Bis Mitte 2012 soll Content für Finanzdienstleister (SAP for Banking), den SolMan und das Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management) folgen. Ab 2013 soll es Analysen für das Lieferanten- (Supplier Relationship Management) und das Supply-Chain-Management (Supply Chain Management) geben. SAP stellt den neuen Content seinen Bestandskunden zur Verfügung, die den Enterprise Support, PSLE (Product Support for Large Enterprises) oder MaxAttention in Anspruch nehmen. Bei Bedarf bietet die SAP für MaxAttention-Kunden ergänzende Ibis-Services im Rahmen der MaxAttention-Services an. Dies können Potenzial-, Benutzer-, Rollen- und Produktivitätsanalysen oder ROI-Betrachtungen sein.
Literaturtipp: ROI von SAP-Lösungen verbessern
Die Kosten für Lizenzen, Einführung und Betrieb eines SAP-Systems sind eine große Investition. Das Buch unterstützt Sie dabei, die Nutzung des Systems zu analysieren, effizienter zu gestalten und die Geschäftsprozesse weiterzuentwickeln. Anhand von Beispielen zeigt Ihnen Andreas Hufgard, wie Sie den Nutzungsgrad Ihrer SAP-Lösung erfassen und auswerten. Die Analyse-Ergebnisse werden verwendet, um bislang ungenutzte Funktionen für Ihr Unternehmen nutzbar zu machen und sowohl System als auch Geschäftsprozesse zu optimieren. Durch die Orientierung an standardisierten Abläufen und die Rückführung von Workarounds in vorhandene Systemfunktionalität wird Ihr Unternehmen in kurzer Zeit über effizientere Abläufe verfügen.










