„Mut zum übernächsten Schritt“
Bei der expedITion 2011 gingen junge Informatiker und Wirtschaftsinformatiker mit Capgemini auf ihre persönliche Zukunftsreise und diskutierten die Herausforderungen des neuen Software-Engineerings.
Unter dem Motto „expedITion 2011: IT in Bewegung – welche Innovationen braucht der Wandel?“ lud Capgemini ins Museum der Münchner Verkehrsgesellschaft ein. Dieser Ort bot die passende Kulisse für eine Entdeckungsreise in die Gegenwart und Zukunft einer Branche, die wie keine andere die technologische Entwicklung vorantreibt: die IT-Branche. Mehr als 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland folgten der Einladung und wagten als expedITion-Teilnehmer mit den Capgemini-Experten den Blick in die Zukunft. Reden, Vorträge, Infopoints, Diskussionen und natürlich persönliche Gespräche sorgten für einen regen Informationsaustausch zum Thema Wandel und Innovation. In den drei Themenblöcken Technologie im Wandel, Profession im Wandel und Business im Wandel boten Capgemini-Mitarbeiter den Teilnehmern einen Einblick in die Herausforderungen des Software-Engineering in den nächsten Jahren, erläuterten die Veränderung des Berufsbildes Software-Ingenieur und zeigten die Möglichkeiten von Rightshore auf. Zusätzliche Infopoints lieferten Hintergrundinformationen und ermöglichten Einzelgespräche. Begrüßt wurden die Teilnehmer von Uwe Dumslaff, Vice President Custom Solution Development (CSD) bei Capgemini, der die Schlüsselbedeutung von Innovationen für den Wandel in Technologie und Business und damit auch für das Berufsbild des Software-Ingenieurs und IT-Beraters hervorhob. Eine besondere Herausforderung sei es, die Innovationen zu erkennen, die das Morgen prägen werden. „In der Ingenieurskunst kommt es darauf an, den richtigen Zeitpunkt und den richtigen Dreh zu finden sowie den Mut zu haben, auch den übernächsten Schritt zu gehen“, so Uwe Dumslaff. Innovation heiße dabei nicht unbedingt, etwas in jeder Beziehung Neues zu erfinden. Vielmehr ginge es um die Umsetzung neuer Kombinationen von bereits Vorhandenem und ihre Durchsetzung am Markt. Zukünftige Trends und Technologien präsentierte Roman Weishäupl (Head of Global Scouting bei Trendone) bei seiner Zeitreise ins Jahr 2021. Dabei bewies er unter anderem mit der stimmungserkennenden Mood Cam, dass manche Zukunftstechnologien bereits heute Realität sind. Die abschließende Podiumsdiskussion zur „Zukunft der IT aus unterschiedlichen Blickwinkeln“ beleuchtete mögliche Entwicklungen der IT-Branche und -Berufe aus Sicht von Wissenschaft, Endkonsument, Kunde und Unternehmen.
Die Informatik neigt dazu, Dinge, die es bereits seit den 70er Jahren gibt, unter neuem Namen neu zu erfinden. Zu diesen Hypes zählen beispielsweise die 4th Generation Languages, SOA oder auch Cloud Computing. Hier muss ein Reifeprozess stattfinden und die Branche an den Stellen weitermachen, an denen sie bereits vor einiger Zeit angekommen ist. Die stetige Verbesserung des Preis-Leistungs-Verhältnisses bewirkt, dass bei gleichbleibender Leistung der Preis sinkt. Dies schlägt sich in sinkenden Tagessätzen und dem Trend zum Offshoring auch in der IT-Industrie nieder. Dabei gilt für Informatik und Software-Engineering das gleiche Prinzip wie bei allen Hochtechnologie-Unternehmen: Primäres Ziel muss sein, die Leistung zu verbessern und Sekundäres Ziel, Einspareffekte sinnvoll zu nutzen. Um dies zu erreichen, bieten folgende drei Bereiche die richtigen Ansatzpunkte: Werkzeuge und Standards, Engineering-Prozesse sowie Arbeitsteilung und Fertigungstiefe. Werkzeuge können dabei sowohl Entwicklungsumgebungen und GUI-Builder als auch Programmiersprachen sein. Die Herausforderung dabei ist es, wirksame Standards zu etablieren, die einen stärkeren Werkzeugeinsatz und eine höhere Industrialisierung erlauben. Die Engineering-Prozesse umfassen insbesondere die vorgelagerten Phasen der Softwareerstellung, also die Anforderungsanalyse
und die fachlich technische Konzeption eines Systems. Hierfür ist es elementar, die richtigen Aspekte, die im Rahmen agiler Verfahren erkannt wurden, mit den etablierten Verfahren zu kombinieren. Diese Aspekte können sich selbst steuernde Teams, exploratives Arbeiten und eine optimierte Nutzerabstimmung umfassen. Das Ziel ist es letztlich, die Engineering-Prozesse effektiver zu machen und zu besseren Ergebnissen zu führen. Diese Ziele in den Bereichen Werkzeuge, Prozesse und Fertigungstiefe anzugehen, ist die Herausforderung für das Software-Engineering in den nächsten Jahren.










