DSAG führt zum Erfolg
DSAG-Stellungnahme zur aktuellen Supportthematik
Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V. begrüßte die Entscheidung der SAP, wieder zu einem optionalen Supportmodell zurückzukehren und damit einer der Kernforderungen der DSAG nachzukommen. Damit wird die Verpflichtung zur Nutzung des Enterprise Supports außerhalb von Deutschland und Österreich aufgehoben und alle Kunden haben wieder die Möglichkeit, zwischen Standard Support und Enterprise Support zu wählen. Zudem wurde der Mechanismus zur Preisfindung beim Standard Support (Rückrechnung bis zum Vertragsbeginn) „entschärft“. Generell ist ein Wechsel von einem Supportmodell ins andere nun ein Mal im Jahr zu den dann geltenden Konditionen möglich.Die Rückkehr zum optionalen und weltweit einheitlichen Supportmodell hat die DSAG seit der Ankündigung zum verpflichtenden Enterprise Support vor rund eineinhalb Jahren unbeirrt vertreten. Mit Erfolg, wie die jüngsten Entwicklungen zeigen. Andreas Oczko, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DSAG und Fachvorstand für den Bereich Operations/Service & Support: „Mit Freude haben wir die Entscheidung von SAP aufgenommen. Der unermüdliche Einsatz im Interesse unserer Mitglieder in Sachen Support hat sich gelohnt und unsere Vorstellung von einem optionalen Supportmodell, die wir seit Mitte 2008 nachhaltig vertreten haben, wurde nun von SAP aufgegriffen. Für die Mehrheit der SAP-Kunden bedeutet das einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum kundengerechten Supportangebot.“ Bis 15. März dieses Jahres haben SAP-Bestandskunden nun Zeit, sich für eines der Supportmodelle zu entscheiden.
18,36 oder 22 Prozent
Für Kunden in Deutschland und Österreich besteht bis zum Stichtag die Möglichkeit, auf Enterprise Support zu den aktuell geltenden Konditionen (Preisobergrenze in 2010: 18,36 Prozent) zu wechseln. Ein späterer „Upgrade“ schlägt mit 22 Prozent zu Buche. Das gilt ebenfalls für Nachkäufe von Lizenzen unter Enterprise Support. Der Preis für den Standard Support liegt bei maximal 18 Prozent in 2010. Der Preis kann gemäß den geltenden AGB der SAP in den nächsten Jahren um einen länderspezifischen Index angehoben werden. Für Kunden, die derzeit Enterprise Support beziehen, besteht ebenfalls bis Mitte März die Gelegenheit, rückwirkend zum 1. 1. dieses Jahres wieder auf Standard Support zu wechseln. Der DSAG-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Karl Lieb-stückel zeigt sich mit dem Erreichten zufrieden: „Mit diesem Schritt kann SAP ein Stück des Vertrauens der Kunden wieder zurückgewinnen. Statt Preis- und Vertragsdiskussionen rücken wieder mehr inhaltliche Fragestellungen in den Fokus und die Kunden können sich auf ihre Projekte konzentrieren. Das ist gut für alle Beteiligten.“ Für die als Sprachrohr der SAP-Anwender in Deutschland, Österreich und der Schweiz agierende DSAG hat sich der lange Atem beim Verhandlungsmarathon gelohnt. Dazu Karl Liebstückel: „Rückblickend auf unsere harte Arbeit und die zahlreichen Gespräche mit SAP-Entscheidern in den vergangenen eineinhalb Jahren freue ich mich zusammen mit allen Beteiligten, dass sich die intensiven Aktivitäten nun ausgezahlt haben. Die DSAG hat sich mit der beharrlichen Vertretung der Interessen ihrer Mitglieder endgültig als strategischer Ansprechpartner im SAP-Netzwerk positioniert.“
Offen hingegen bleibt das weitere Vorgehen betreffend die SUGEN-KPIs (SAP Usergroup Executive Network). Bedenken der DSAG-Vertreter bezüglich der im SUGEN-KPI-Benchmark-Programm erzielten Ergebnisse, die Ende vergangenen Jahres zum Rücktritt aus der Projektverantwortung führten, sind noch nicht zerstreut: Die DSAG-Vorstandsmitglieder hatten Wert darauf gelegt, dass ein Verfahren, das einen signifikanten Einfluss auf eine Preisgestaltung haben soll, höchsten Ansprüchen an Qualität, Unabhängigkeit und Korrektheit der Ergebnisse genügen muss. Denn: Sinn und Zweck des Benchmark-Programms sind, Ergebnisse vorzulegen, die für die breite Anwenderschaft zutreffen und nicht nur für eine Stichprobe von Unternehmen. Vorläufige SUGEN-Zwischenergebnisse belegen, dass je nach individueller Situation ein Mehrwert von Enterprise Support gezeigt werden kann. Um dem KPI-Programm für 2010 mehr Aussagekraft zu verleihen, sollte ein größeres Augenmerk auf die statistische Relevanz und die methodisch-qualitative Belastbarkeit der Ergebnisse gelegt werden, meint man bei der DSAG. Mit der aktuellen Verlautbarung, mit der SAP Abstand von der Preissteigerung nimmt, zeigt sich die DSAG jedoch zufrieden.









