Globale Allianz von IBM und SAP ausgebaut
IBM und SAP intensivieren ihre Partnerschaft in Deutschland und weltweit – noch stärker fokussiert auf den Mittelstand
Der SAP-Markt in Deutschland wächst stärker als der Markt für IT insgesamt und die Nachfrage nach integrierten Lösungen bestehend aus Beratung, Service, Hardware, Software und attraktiven Finanzierungsangeboten steigt. Bereits heute setzen zahlreiche SAP-Kunden auch aus diesem Grund IBM Lösungen ein. Gerade in der Krise stehen auch die Themen Senkung der Betriebskosten und ganzheitliche Lösungsansätze im Vordergrund. Mit integrierten Gesamtlösungen im SAP-Umfeld kann IBM zur individuellen Wertschöpfung beitragen und will so weitere SAP-Kunden gewinnen.
Durch den Ausbau der strategischen Allianz von IBM und SAP erhalten Unternehmen die bestmögliche IT-Lösung der Marktführer aus den beiden Welten. Beratung, Infrastruktur und Software von IBM und SAP werden so aufeinander abgestimmt, dass sie die individuellen Anforderungen unterschiedlicher Branchen noch besser erfüllen. Vor allem der Mittelstand wird in Zukunft noch mehr von dieser engen Partnerschaft profitieren können. Seit über 30 Jahren bieten IBM und SAP gemeinsam Lösungen an, die auf die individuellen Anforderungen von großen und mittelständischen Unternehmen zugeschnitten sind. Mehr als 12.000 Kunden setzen weltweit End-to-End-Lösungen ein, die von Beratung über IT-Infrastruktur bis hin zu Implementierung und Outsourcing reichen. Unternehmen profitieren von dieser Zusammenarbeit, weil die Unterstützung über das hinausgeht, was einer der Partner alleine leisten könnte. Das gemeinsame Portfolio erstreckt sich vom Business Consulting über die System- und Infrastrukturintegration bis hin zur Implementierung. Unternehmen können entscheiden, ob sie die komplette Lösung selbst betreiben oder nur bestimmte Komponenten in Eigenregie verwalten wollen. Über ein strategisches Outsourcing kann auch die gesamte IT-Infrastruktur ausgelagert werden.
Das ISICC – Herzstück der Kooperation
Um stets kundenorientierte Unterstützung bieten zu können, entwickeln IBM und SAP kontinuierlich neue Lösungen. Herzstück für diese Kooperation ist das internationale Kompetenzzentrum ISICC (IBM SAP International Competence Center) in Walldorf, das als zentrale Anlaufstelle für Mitarbeiter, Partner und Kunden fungiert. 1993 gemeinsam von IBM und SAP gegründet, arbeiten in diesem Kompetenzzentrum Experten beider Unternehmen in einem Team an Kundenlösungen zusammen. Diese umfassen nicht nur IBM Infrastruktur, sondern auch komplementäre Software und Beratungsleistungen. Leistungsschwerpunkte sind die individuell für jeden Kunden erarbeiteten Executive Customer Briefings, aber auch Infotage sowie Workshops und Schulungen für Business Partner.
Globales Abkommen stärkt Partnerschaft mit SAP
Eines der wesentlichen Ziele von SAP und IBM ist es, sich künftig noch stärker auf die Herausforderungen des Mittelstands zu fokussieren. Deshalb haben IBM und SAP einen globalen VAR-Vertrag (VAR Value Added Reseller) geschlossen, der die Zusammenarbeit vereinfacht und auf eine neue Ebene bringt. Dieser globale Dachvertrag ermöglicht es IBM und den IBM Business Partnern, SAP-Lizenzen direkt zu vertreiben. Darüber hinaus wurden eigens ein „SAP Solution Sales Team“ und ein „SAP Channel Sales Team“ etabliert.
Kunden aller Unternehmensgrößen, vor allem aus dem Mittelstand, profitieren von dieser Neuaufstellung, da IBM nun rund um die SAP-Implementierung alles aus einer Hand bieten kann: Von der Strategieberatung zu Beginn bis hin zur Einführung und der Wartung der Informationssysteme mit weltweiten Finanzierungskonzepten, Hosting und Applikationen on Demand. Der Mittelstand profitiert davon, weil so mehr Flexibilität entsteht und jederzeit der Zugriff auf die komplette Expertise von IBM möglich ist. So kann IBM tragfähige Geschäftsmodelle und effiziente, wirtschaftliche Lösungen entwickeln, die auch einen schnellen ROI (Return on Investment) ermöglichen. Dabei arbeitet IBM eng mit ihren Business Partnern zusammen, denn das Partner Eco-System zwischen IBM Infrastruktur-Partnern und SAP Channel-Partnern bietet ein einzigartiges und flächendeckendes Vertriebsmodell.
Im Zentrum steht der Nutzen für den Kunden
Dass über diese Kooperation sowohl unterschiedliche Branchen als auch Unternehmensgrößen bedient werden, zeigen die Kundenbeispiele, wie die hs energieanlagen GmbH, ein Hersteller von Biomassekraftwerken mit rund 20 Mitarbeitern. Dort hat die IBM eine vorkonfigurierte SAP Business All-in-One Branchenlösung für den Maschinenbau eingeführt. Wichtig war für die hs energieanlagen GmbH, dass sie schnell auf einem Markt reagieren kann, der weltweit ständig neuen Herausforderungen gegenübersteht.
Eine weitere Kundenreferenz ist das Unternehmen Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH aus Freyburg an der Unstrut. Mit mehr als 500 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 740 Millionen Euro im Jahr 2008 ist das Unternehmen Marktführer in Deutschland im Bereich Sekt und gehört zu den führenden Anbietern im deutschen Spirituosenmarkt. Rotkäppchen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und benötigt eine flexible und dynamische IT-Infrastruktur, die mit dem Unternehmen mitwachsen kann. Außerdem entsprachen Hard- und Software nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Themenfelder, mit denen die IT konfrontiert wurde, waren eine strategische Neuausrichtung im ERP-Umfeld, eine innerhalb kurzer Zeit nahezu doppelt so hohe Nutzerzahl sowie erhöhte Anforderungen an die Verfügbarkeit der Systeme durch die Ausweitung der Produktion auf Drei-Schicht-Betrieb. Gemeinsam mit dem ISICC hat das Unternehmen entschieden, die SAP-ERP-Implementierung auf der bewährten Hardwareplattform Power Systems Server mit IBM i vorzunehmen. Aktuell setzt Rotkäppchen zwei Power System Server mit IBM i ein. Ein System für den Produktivbetrieb und ein System für Entwicklung, Test und Disaster Recovery.
Auch die Funktionalitäten für Business Intelligence (BI) mussten verbessert und ausgebaut werden. Rotkäppchen hat seit Jahren das Produkt IBM Cognos Reporting im Einsatz. Dieses wurde um die Planungskomponente IBM Cognos 8 Planning ergänzt und die Migration auf die neue Version von IBM Cognos Reporting in Angriff genommen. In Summe beinhaltet die neue IT-Infrastruktur sowohl Server-, Speicher- und Software-Lösungen von IBM und SAP als auch Services für Hard- und Software-Wartung sowie technischen Support von IBM Global Technology Services. Für mittelständische Unternehmen wie Rotkäppchen birgt die Dynamisierung der Infrastruktur enorme Potenziale für Kosteneinsparung, Geschäftsoptimierung und eine geringere Komplexität.
Konsolidierung steigert die Hardware-Performance
Im SAP-Umfeld spielt für den Mittelstand nicht nur die Software eine zentrale Rolle, sondern auch die Konsolidierung der Hardware. Diese kann auf vier Ebenen stattfinden: Standortebene, physische Ebene, Anwendungsebene und Datenebene. Die Konsolidierung steht immer dann an, wenn es darum geht, die Performance der IT-Infrastruktur zu steigern. So hat beispielsweise der weltweit führende Anbieter von Messgeräten und Automationslösungen Endress+Hauser 24 SAP-Produktionssysteme und 34 SAP-Testumgebungen auf einem linuxbasierten Großrechner IBM System z9 konsolidiert. Ferner kommt auf dem SAP-Datenbankserver IBM DB2 zum Einsatz, um die Zugriffszeiten auf Daten und Informationen zu verkürzen. Heute erreichen die Mitarbeiter von Endress+Hauser mit der kombinierten IBM SAP-Lösung Antwortzeiten von weniger als einer Sekunde für sämtliche SAP-Anwendungen.
Im Zuge einer Konsolidierung kann die Auslastung der Server zusätzlich durch eine Virtualisierung erhöht werden. Damit greifen alle SAP-Instanzen, je nach Verfügbarkeit, auf dieselben Hardware-Ressourcen zu. Außer einer optimalen Verteilung der Ressourcen werden so auch die Leerlaufzeiten der Server entscheidend gesenkt und damit die TCO (Total Cost of Ownership) verbessert. Vorteile ergeben sich somit bei der Nutzung von SOA und der Technologieplattform SAP NetWeaver. Zusammen mit einer IBM DB2 Datenbank lassen sich über eine Server-Virtualisierung nicht nur die IT-Kosten senken, sondern auch die Performance der Anwendungen steigern, wie das Beispiel von rku.it zeigt. Der mittelständische IT-Dienstleister rku.it hat im Zuge der ERP-Umstellung von SAP R/3 auf SAP ERP seine Anwendungen auf eine IBM DB2 Datenbank migriert. Heute sorgt bei rku.it einerseits der neue Datenserver für schnelleren Zugriff auf SAP-Anwendungen, andererseits verbessert die Virtualisierung die Rechnerauslastung um über 30 Prozent.
On demand und SOA schaffen mehr Flexibilität
Konsolidierung und Virtualisierung der Infrastruktur schaffen die Voraussetzung für eine dynamische IT, die sich on demand an veränderte Anforderungen anpasst. So steuern Unternehmen ihre IT nicht nur bedarfsorientiert, sondern stimmen auch Unternehmens- und IT-Strategie besser aufeinander ab. Immer wichtiger wird hierfür der Einsatz einer serviceorientierten Architektur (SOA), die den Aufbau einer offenen und flexiblen IT-Infrastruktur ermöglicht. Bei einer SOA werden Informationen nicht mehr in die Struktur einer bestimmten Anwendung umgewandelt, sondern über standardisierte Services für die jeweiligen Prozesse bereitgestellt. Eigens für den Aufbau einer SOA liefern IBM und SAP zahlreiche Lösungen und Services, die auf offenen Standards basieren.
Mit Alloy auf SAP-Anwendungen zugreifen
Flankierend hierzu bieten IBM und SAP für nahezu jede Phase der Unternehmensentwicklung spezielle IT-Lösungen an: Neben ERP und BI, gilt dies auch für CRM (Customer Releationship Management) Personalwesen (HR), SRM (Supplier Relationship Management) oder auch PLM (Product Lifecycle Management). Wie die konkrete Umsetzung der Zusammenarbeit von IBM und SAP aussehen kann, zeigt auch die gemeinsam geplante und entwickelte Software Alloy. Mit Alloy können Anwender problemlos auf SAP-Software und Informationen aus der IBM Lotus Notes Umgebung sowohl online als auch offline zugreifen. Vorteil ist, dass jeder in seiner vertrauten Arbeitsumgebung arbeiten kann und trotzdem Daten aus der SAP oder Lotus Welt beziehen kann. Dadurch minimiert sich der Schulungsaufwand und die Zeit für die Einarbeitung fällt deutlich kürzer als bisher aus. Mit Alloy Software verbessert sich die Produktivität der Benutzer, die Entscheidungsfindung und die Einhaltung von unternehmensinternen Richtlinien. Gerade auch im Mittelstand bietet Alloy eine intelligente Arbeitsumgebung, die die kollaborativen Eigenschaften von Lotus Notes mit den Anwendungen, Arbeitsabläufen und Informationen von SAP sinnvoll vereint.
Gemeinsam Lösungen aus einem Guss
Alloy ist nur ein Beispiel, wie SAP und IBM gemeinsam neue Lösungen, Beratungsservices, Infrastrukturen und Software aus einem Guss entwickeln, die sich schnell an die individuelle Wünsche der Kunden anpassen lassen. Durch die strategische Allianz können sowohl großen als auch mittelständische Unternehmen umfassende IT-Infrastrukturen aus einer Hand angeboten werden, die nicht nur aktuelle Anforderungen entsprechen, sondern sich mit Blick auf die Zukunft auch problemlos weiterentwickeln lassen. So stehen auch im Mittelstand die Themen Cloud Computing und Software as a Service (SaaS) ganz oben auf der Agenda. Denn mit diesen Strategien lassen sich Leistung und Kosten noch flexibler an neue Anforderungen anpassen als bisher – und dass dies auch im Mittelstand besonders dringlich ist, haben gerade die vergangenen Jahre deutlich gezeigt.
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