ITIL-Champion
Deutsche ITSM-Meisterschaft (IT Service Management) gestartet:
www.itil-champion.com
Das Beratungshaus Serview führt mit wissenschaftlicher Unterstützung durch die Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik der Hochschule Karlsruhe (Technik und Wirtschaft) die Deutsche ITSM-Meisterschaft durch und ermittelt darin den ITIL-Champion 2009. Autor: Gregor Gold
Teilnehmen können an diesem Kompetenzwettbewerb für ambitionierte IT-Service-Management-Praktiker (ITSM) nur Einzelpersonen. Er beginnt am 15. Oktober und wird über insgesamt fünf Spielrunden mit kontinuierlich steigendem Schwierigkeitsgrad und sinkenden Zeitvorgaben für die Antworten durchgeführt. Dabei qualifiziert sich jeweils eine bestimmte Teilnehmerzahl für die nächste Runde. Mit Ausnahme des Finales mit den 10 Besten findet der Wettbewerb in festgelegten Zeiträumen online statt. Durch Identifizierungsverfahren wird dafür gesorgt, dass keine mehrfache Teilnahme von Personen möglich ist. „Die Methoden zur Optimierung des IT Service Managements einschließlich des Regelwerks ITIL sind zwar inzwischen etablierte Themen, aber zur weiteren Leistungsentwicklung in der Praxis können neue Impulse sehr hilfreich sein“, umreißt Serview-Geschäftsführer Michael Kresse die Motive für den Wissenswettbewerb. „Deshalb wurde das Konzept der Deutschen ITSM-Meisterschaft auch bewusst so angelegt, dass die gesamte inhaltliche Verantwortung in die Hände eines neutralen und wissenschaftlichen Partners gelegt wird.“ Damit sei auch eine marketingfreie Realisierung gewährleistet. Diese Aufgabe übernimmt der Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Mathias Philipp von der Hochschule Karlsruhe. Sowohl wissenschaftlich als auch in laufenden Praxisprojekten konzentriert er sich neben dem Regelwerk ITIL und der Einführung von IT-Service-Management-Prozessen insbesondere auf die Felder IT-Organisationsentwicklung, IT-Strategie, IT-Benchmarking, IT-Controlling sowie IT-Kostentransparenz. Vor seiner Hochschultätigkeit war er Unternehmensberater bei KPMG. Dadurch verkörpert er sowohl die Praxisseite als auch die wissenschaftliche Sicht auf ITIL und seine weiteren Themenschwerpunkte.
„Die Idee einer Deutschen ITSM-Meisterschaft ist schon deshalb ein interessanter Ansatz, weil sie den Praktikern erstmals die Möglichkeit eröffnet, einen persönlichen Leistungsvergleich über die Grenzen ihres Unternehmens hinaus vornehmen zu können“, urteilt Prof. Philipp. Da das IT Service Management zudem eine immer erfolgskritischere Bedeutung für die Firmen erlange, trage ein Kompetenzwettbewerb dazu bei, den Stellenwert von ITSM zu steigern. „Geschäftsprozesse können nur die notwendige Effizienz erlangen, wenn die sie stützenden IT-Prozesse von nachhaltiger Qualität und hoher Verfügbarkeit sind. Diese unmittelbaren Abhängigkeiten der marktnahen Prozesse von den ITSM-Strukturen sind den Business-Verantwortlichen häufig nicht ausreichend bewusst. Insofern kann ein solcher Wettbewerb dazu beitragen, dass die Bedeutung von IT Service Management und ITIL deutlich stärker in das Bewusstsein gerückt wird.“
Die Spielregeln
Bei der Deutschen ITSM-Meisterschaft sind bei den ersten drei der fünf Spielrunden jeweils 12 ITSM-Fragen mit steigendem Schwierigkeitsgrad zu beantworten. Ab der vierten Spielrunde steigt die Anzahl der Fragen auf 15 und beim Finale auf 20. Sie werden unabhängig vom Veranstalter durch die Hochschule Karlsruhe erarbeitet und sind nicht identisch mit Prüfungsfragen zu den ITIL-Zertifizierungen. Die Spielrunden finden nach dem Multiple-Choice-Verfahren statt, jede Frage wird dabei mit einer maximalen Zeitvorgabe versehen. Dies schafft nicht nur anspruchsvollere Wettbewerbsbedingungen, sondern bei Punktgleichheit entscheidet auch zusätzlich die geringere Gesamtzeit. Obwohl es sich um einen Online-Kompetenzwettbewerb handelt, finden die Spielrunden in festgelegten Zeitfenstern statt, um eine zügige und transparente Durchführung zu gewährleisten. So haben die registrierten Teilnehmer nach dem Start der ITIL-Championship am 15. Oktober 2009 eine Woche Zeit, sich mittels der zugesandten Zugangsdaten den Fragen zu widmen. In der zweiten bis vierten Runde, für die sich die besten 100, 50 bzw. 25 Teilnehmer qualifizieren, stehen jeweils drei Tage Zeit zur Verfügung. Das Finale mit den besten Fünf wird hingegen nicht online, sondern an einem gemeinsamen Ort und zeitgleich durchgeführt. Bei jeder Spielrunde ist jedoch jeweils immer nur ein einziger Zugang zu den Fragen möglich. „Wer sich eingeloggt hat, muss auch unmittelbar mit dem Beantworten beginnen, ein zweiter Versuch wird vom System unterbunden“, verweist Kresse auf bewusst restriktive Teilnahmebedingungen. „Denn sonst würde die Möglichkeit bestehen, zwischendurch andere Wissensquellen für die Beantwortung heranzuziehen.“ Ebenso erfolgt bei den qualifizierten Teilnehmern der letzten beiden Spielrunden eine Identitätsprüfung. Damit soll vermieden werden, dass sich einzelne Personen unter mehreren Identitäten anmelden.
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