Jul/Aug
2009

Partnerschaft zum Runderneuern

E-3 Magazin, Juli/August 09, Seite 70 Management

Partnerschaft zum Runderneuern

Eine zu große Systemvielfalt macht auch den überzeugtesten SAP-Bestandskunden zu schaffen. T-Systems hilft beim Aufräumen und führt IT-Modernisierungen im Rahmen von Outsourcing durch.

Vom neuen kostengünstigen Transformational-Outsourcing-Ansatz der Telekom-Tochter machen auch bereits namhafte Konzerne Gebrauch. Jedes Unternehmen weiß: Nur integrierte IT-Systeme entfalten den vollen Nutzen, denn nur sie gewährleisten eine nahtlose Unterstützung der operativen Aufgaben. In vielen Fällen sieht die betriebliche Realität jedoch anders aus: So haben sich im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Anwendungen angesammelt, neben SAP werden Eigenentwicklungen, Legacy-Systeme und Spezialsoftware genutzt. Zudem sind viele unterschiedliche Technologiestände und Betriebssysteme im Einsatz.

Dies führt zu komplexen, unübersichtlichen Systemlandschaften, deren Betrieb und Wartung enorm aufwendig sind: Lizenzen und Schnittstellen-Verwaltung, Wartung und Schulungen strapazieren das IT-Budget bis zur Schmerzgrenze und machen dringende IT-Neuanschaffungen unmöglich. Zugleich leidet die Prozessqualität: Statt flexibel auf neue Marktanforderungen reagieren und damit wettbewerbsfähig bleiben zu können, sind die Unternehmen im Dschungel ihrer IT-Landschaft gefangen.

Wildwuchs durch Zukäufe

Doch auch wer die eigene IT-Infrastruktur mit System hegt und pflegt, ist nicht immer vor Wildwuchs gefeit: Oft kommen durch Fusionen und Zukäufe inkompatible Systemlandschaften zusammen, die ein Verschmelzen der Organisationen behindern. Andererseits betreiben viele internationale Konzerne länderspezifische IT- und SAP-Systeme, was die Zusammenarbeit zwischen den Niederlassungen erschwert und die IT-Ausgaben in die Höhe treibt. Zudem mangelt es diesen Unternehmen an Schlagkraft im globalen Markt. Denn nur mit einheitlichen Prozessen, Systemen und Daten können die Kunden länderübergreifend schnell und gezielt mit den gewünschten Produkten versorgt werden.

Ein einfaches Beispiel macht dies deutlich: Wenn ein Unternehmen viele, teilweise noch selbst entwickelte Einkaufssysteme nebeneinander einsetzt, verursacht das hohe Kosten, hemmt aber auch gleichzeitig das gesamte Procurement. Die eine Abteilung weiß nicht, was die andere bestellt, Synergieeffekte oder etwa Rabatte werden nicht ausgeschöpft. Die Transformation zielt daher darauf, einen durchgängigen Prozess, etwa auf Basis eines standardisierten SAP-Systems aufzubauen. Bildlich gesprochen lässt sich diese Situation mit einem häufig umgebauten Haus vergleichen, bei dem die Küche schließlich auf zwei Stockwerken gelandet ist: Herd oben, Kühlschrank unten. Das macht den gesamten Vorgang des Kochens langsam und umständlich. Wer dieses Haus modernisiert, wird Wände herausreißen, Leitungen verlegen und die Küche wieder in einem Raum zusammenführen – möglichst ausgestattet mit den modernsten heute verfügbaren Geräten.

Angesichts von Finanzkrise und Wirtschaftsflaute scheint eine IT-Runderneuerung für viele Betriebe jedoch in weite Ferne gerückt: Statt Geld für neue Investitionen zu erhalten, müssen CIOs mehr denn je auf die Kostenbremse treten, obwohl sie um die immer größer werdende Lücke zwischen der Leistungskraft ihrer ICT und den Anforderungen des Geschäfts wissen. Doch sie stehen vor einem Dilemma: Gerade angesichts der hohen laufenden Kosten, haben sie keinen finanziellen Spielraum, in eine Modernisierung zu investieren. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten können sie auch nicht auf eine Erhöhung des IT-Budgets setzen. Zudem fehlt ihnen die Zeit, sich selbst neben dem Tagesgeschäft um ein solch umfassendes Modernisierungsprojekt zu kümmern. Hinzu kommt: Viele Unternehmen scheuen eine umfassende Transformation, weil sie fürchten, dass diese die Geschäftsabläufe stören oder sogar unterbrechen könnte. Wie aber können solche Unternehmen für den nächsten Aufschwung vorbereitet sein?

Finanzierung leicht gemacht

Transformational Outsourcing lautet die Antwort von T-Systems. The Next Generation Outsourcing ermöglicht eine Generalüberholung der IT-Umgebung, die sich nahezu aus sich selbst heraus finanziert. Wie beim klassischen Outsourcing überträgt der Kunde dabei T-Systems den Betrieb seiner ICT-Systemlandschaft – und verbucht, wie üblich, zweifache Kostenvorteile: Zum einen erhöht der Sell-and-Lease-Back-Vorgang seinen Cashflow. Zum anderen sinken die Betriebsausgaben, da T-Systems Skaleneffekte und flexible Bezugsmodelle wie Dynamic Services umsetzen kann.

T-Systems versteht Transformational Outsourcing als ganzheitlichen, strategischen Ansatz, der drei Ebenen umfasst: die Geschäftsprozesse, die ICT-Architektur und die ICT-Services. Gemeinsames Ziel bei allen drei Ebenen ist eine radikale Vereinfachung.

Am Anfang eines Projekts steht so immer die Beratung des Kunden im Hinblick auf seine Geschäftsprozesse. Dabei müssen die Zielprozesse in Einklang mit der Unternehmensstrategie klar definiert werden. Dabei geht es zum einen um die Standardisierung von Prozessen wie Einkauf, Lagerhaltung, Verkauf oder Services. Gleichzeitig sind neben diesen auf Kostensenkung zielenden Entscheidungen strategische Fragen zu beantworten: Soll ein neues Geschäftsmodell umgesetzt werden? Will der Kunde neue Angebote auf den Markt bringen oder neue Kundengruppen adressieren? Oder will eine Verwaltung ganz neue Services anbieten?

Der neue ganzheitliche Transformational-Outsourcing-Ansatz von T-Systems sieht vor, einen Teil des eingesparten Geldes für die ICT-Modernisierung zu verwenden. Ziel ist die Vereinfachung von Prozessen, Systemen und Personaleinsatz. In einem ersten Schritt untersuchen die Berater gemeinsam mit dem Kunden, wie sich die Abläufe maximal standardisieren und straffen sowie optimal an die Unternehmensstrategie anpassen lassen. Dann übernimmt T-Systems die ICT-Landschaft des Kunden und führt die vereinbarte Runderneuerung durch. Solche Arbeiten können im Normalfall auch zu Systemausfällen führen. Nicht so jedoch beim T-Systems-Ansatz: Im Rahmen der Transformation werden entsprechende Barrieren und Sicherheiten eingebaut, sodass die notwendigen Prozesse weiterlaufen können.

Im Ergebnis wird die alte verteilte IT-Umgebung durch eine integrierte, schlanke IT-Plattform ersetzt, die wesentlich günstiger zu betreiben und zu pflegen ist. Experten gehen von IT-Einsparungen zwischen 20 und 30 Prozent aus. Noch deutlicher wirkt sich die Modernisierung auf die Prozesskosten aus, die mehr als 70 Prozent der betrieblichen Ausgaben verursachen. So helfen eine oder mehrere zentrale, standardisierte SAP-Plattformen, die Prozesslaufzeiten erheblich zu verkürzen.

Beim Transformational Outsourcing brauchen Kunden einen Dienstleister, der ihr Geschäft sehr genau kennt und sie auf Augenhöhe beraten kann – dafür sind tiefe Branchenkenntnisse und Prozesswissen die Voraussetzung. Gleichzeitig muss der Dienstleister aber auch in der Lage sein, die technologischen Fragen zu beantworten und schließlich das Outsourcing selbst auch umzusetzen. Dank der Bündelung der Systemintegrationsleistungen mit den Infrastrukturleistungen ist T-Systems in der Lage, den gesamten Prozess durchgängig zu planen und umzusetzen.

Dennoch wird ein einziger Dienstleister nie glaubwürdig in der Lage sein, alle Facetten eines solchen Deals abzudecken. T-Systems hat sein Transformational-Outsourcing-Konzept darum genau an diesen Bedarf nach Multisourcing angepasst. Dank eigener Partnerschaften – zum Beispiel mit Cognizant und SAP – sowie langjähriger Zusammenarbeit mit Beratungshäusern kann T-Systems für den Kunden als Integrator eines kleinen „Best-in-Class“-Netzwerks an Zulieferern fungieren.

www.t-systems.de

E-3 Mai 2013
CMS-HomeArchivSuchenE-3 MagazinE-3 AboE-3 MediadatenE-3 CommunityE-3 DateB4Bmedia.net AG