Gut versichert
E3 Magazin, Juni 08, Seite 35, Szene
SAP gründete ein Branchenforum für die Versicherungswirtschaft
SAP hat das Kunden- und Partner-Ecosystem um das Industry Value Network (IVN) for Insurance erweitern. Das Branchenforum verbindet die Expertise von unabhängigen Softwareanbietern, Systemintegratoren und SAP-Experten, um zusammen mit Versicherungsunternehmen an ihren Problemstellungen zu arbeiten.
So können gemeinsam leistungsstarke Applikationen und flexible IT-Infrastrukturen entwickelt werden, die punktgenau Problemstellungen der Versicherungswirtschaft adressieren. Gemeinsame Entwicklung beschleunigt die Entstehung standardisierter, branchenspezifischer Services und Lösungen, mit denen Versicherungsunternehmen ihre Kundenbeziehungen, die Wettbewerbspositionierung und ihre Ertragslage optimieren können. Das IVN for Insurance unterstützt Versicherungsunternehmen dabei, effiziente Geschäftsabläufe zu gestalten. Ein erster inhaltlicher Schwerpunkt des neu gegründeten IVN liegt auf den Prozessen von Gebäude-, Haftpflicht-, Unfall- und Kfz-Versicherern in Nordamerika. Speziell geht es um die Bereiche Leistungsfallbearbeitung, Kundenservice, Verkauf, Policenübernahme und -abwicklung. „Für die Neuausrichtung von Versicherungsunternehmen ist eine IT-Umgebung notwendig, die eine durchgängige Aufgabenbearbeitung zulässt, sie nach einem Regelwerk automatisiert verteilt und verarbeitet“, erklärt Leo Schneider, Senior Vice President, Financial Services bei SAP. „Die Lösungen von SAP basieren auf Enterprise SOA und liefern Versicherungsunternehmen die geforderte Effizienz und Flexibilität, um neue Geschäftschancen schnell nutzen zu können.“
Mit dem Softwareportfolio SAP for Insurance können Versicherungen nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzielen, die Kundenzufriedenheit und -bindung erhöhen sowie ihre Geschäftsprozesse konsolidieren und flexibel anpassen. Zu den weltweit mehr als 600 Versicherungskunden zählen unter anderem der Rückversicherer Swiss Re, die Reassekuranz Münchener Rück, die AOK sowie der Finanzdienstleister MLP Finance. Neben standardisierten Prozessen für Sach-, Lebens-, Haftpflicht- und Krankenversicherungen bietet SAP for Insurance umfassende Anwendungen, um bestehende IT-Infrastrukturen schnell an neue gesetzliche Rahmenbedingungen und veränderte Marktanforderungen ausrichten zu können. Zudem profitieren Versicherer von einer Entwicklungsumgebung für neue Anwendungen und Services sowie von der Möglichkeit, bestehende Geschäftsprozesse für Agenturvertrieb, Policierung, Inkasso oder die Bearbeitung von Schadensfällen weiter auszubauen.
Ebenso kann der Bankensektor neue Geschäftsoptionen durch die schnelle Veränderung von Wertschöpfungsketten umsetzen, die mit Hilfe von ERP-Geschäftsprozessplattformen schon in ihrer Architektur auf Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ausgelegt sind. Konzeption und Inhalte dieser Plattformen wurden von SAP in enger Zusammenarbeit mit führenden Finanzinstituten wie etwa ABN AMRO oder Standard Bank entworfen, um die Branchen-Anforderungen und -Wachstumsstrategien bestmöglich unterstützen zu können. SAP und der US-amerikanische IT-Dienstleister CSC kündigten zudem eine Allianz an, um das Kernbankensystem von CSC mit SAP-Technologie und -Anwendungen zu ergänzen. Die Zusammenarbeit hat das Ziel, Finanzinstituten mehr Flexibilität durch verbesserte Produktivität, optimale Integration von Geschäftsprozessen sowie Möglichkeiten zur IT-Konsolidierung zu bieten.
In einem ersten Schritt der Partnerschaft wird das Kernbankensystem „Hogan“ von CSC mit der Anwendung SAP Price Optimization verbunden. Dies vereinfacht den Zugang über einen CSC-Client auf die Preisoptimierungstechnologien von SAP. Mit dem gemeinsamen Angebot können Finanzinstitute Preisentwicklungen unterschiedlichster Bankprodukte szenarienbasiert prognostizieren und so höhere Umsätze und Zusatzverkäufe leichter realisieren. Die SAP-Anwendungen bieten umfassende Analysemöglichkeiten etwa von Darlehens- oder Einzahlungsdaten und unterstützen kritische Bankenprozesse wie Risikomanagement, Asset Liability Management, Vertriebssteuerung oder CRM. SAP Price Optimization ermittelt dazu anhand verschiedener Preisfaktoren die jeweilige Preiselastizität eines Produkts, so dass saisonale Schwankungen, Wettbewerbsanalysen oder das Kunden- und Nachfrageverhalten in der Preiskalkulation Berücksichtigung finden. Ebenso können individuelle Preissätze für unterschiedliche Vertriebsgebiete ermittel werden.
Quelle: www.sap.com










