Berichte und Analysen für die Jackentasche
E-3 Magazin, Juni 08, Seite 16, Szene
RIM, Cognos und SAP: Die Art wie Menschen arbeiten, wird sich verändern
SAP und Research In Motion (RIM) haben die Erweiterung ihrer Partnerschaft angekündigt. Gemeinsam planen sie, mobile Geschäftslösungen der nächsten Generation zu entwickeln. Aber andere SAP-Partner wie IBM Cognos haben bereits fertige Lösungen.
Im Rahmen der Zusammenarbeit werden RIM (Research In Motion) und SAP den mobilen Zugriff auf SAP-Geschäftsanwendungen über die führende BlackBerry-Plattform ermöglichen. Als gemeinsames Produkt ist ein BlackBerry-Client geplant, der Funktionen der Kundenmanagement-Software SAP Customer Relationship Management (SAP CRM) mit den Kernfunktionen des BlackBerry-Smartphones verbindet. Genauso wie das BlackBerry den Umgang mit E-Mails grundlegend verändert hat, wollen SAP und RIM den mobilen Einsatz von SAP-Geschäftsanwendungen revolutionieren. Mit SAP-Anwendungen, robust und benutzerfreundlich über die BlackBerry-Plattform verfügbar gemacht, sind die Nutzer nicht mehr an ihre Arbeitsplätze gebunden: Sie können von jedem Standort aus produktiv arbeiten. Die bisherigen Barrieren zwischen Unternehmens-IT und Geschäftskommunikation werden so zunehmend aufgelöst.
Business Intelligence ist schon seit einiger Zeit in den Jackentaschen der Entscheidungsträger zu Hause. Denn „Topmanager wollen die aktuellen Geschäftszahlen jederzeit verfügbar haben, ohne dass sie dafür einen Laptop hochfahren oder sich um eine entsprechende Internet-Verbindung kümmern müssen“, sagt Rob Ashe, General Manager Business Intelligence & Performance Management bei IBM und fährt fort: „Ich selbst war vor anderthalb Jahren Beta-Tester und habe seitdem alle Unternehmensdaten stets auf meinem Blackberry – ein Informationszugang, den ich heute nicht mehr missen kann.“Und so geht es nicht nur dem Chef von IBM Cognos, sondern auch vielen anderen Anwendern. Jack Gold von der auf mobile Anwendungen spezialisierten Marktforschungsagentur J.G. Associates bestätigt: „Vorstände, Geschäftsführer und andere Entscheider sind viel unterwegs und müssen laufend den Umsatz und andere Unternehmenskenndaten im Auge behalten, doch das ist selbst mit den ultramobilen Laptops viel zu umständlich. Wir gehen daher davon aus, dass in den kommenden drei Jahren rund 75 Prozent aller Unternehmen über mobile IT-Lösungen jenseits der klassischen E-Mail verfügen. Business Intelligence-Lösungen wie IBM Cognos 8 Go! Mobile bringen BI einer breiten Gruppe von Anwendern näher und helfen Unternehmen dabei, bessere Entscheidungen zu treffen und die Produktivität zu steigern.“ Seit Januar 2008 ist die mobile Business Intelligence-Lösung IBM Cognos 8 Go! Mobile auch für Windows Mobile sowie für Endgeräte von Nokia auf Basis von Symbian OS erhältlich. Insider-Informationen zufolge steht auch der Launch einer Version für das iPhone bevor.
Führungskräfte und andere mobile Anwender in Unternehmen erhalten mit der Lösung sicheren, automatisierten und mobilen Zugriff auf zeitkritische und personalisierte Informationen zur operativen und strategischen Performance des Unternehmens. Und selbst wenn die Anwender offline arbeiten, sind sie jederzeit in der Lage, auf Entscheidungswissen zuzugreifen. Möglich wird dies durch eine Rich-Client-Umgebung, welche die Leistungsfähigkeit von Windows Mobile, Nokia oder RIM-Endgeräten voll nutzt. Produkte im mobilen Umfeld sind häufig stark begrenzt und wenig anwenderfreundlich, weil sie für Desktop-Benutzer entwickelt wurden. Diese Schwierigkeiten kennt Cognos 8 Go! Mobile nicht, denn die Rich-Client-Oberfläche ist speziell für BI-Anwendungen für den mobilen Einsatz entwickelt und ermöglicht so jedem Anwender auf seinem Handheld intuitiv Informationen aus Reports und Metriken zu lesen und zu bearbeiten. Mobile Anwender haben keine Schwierigkeiten beim Scrollen oder Vergrößern einzelner Zellen in Spreadsheet, bei der Bearbeitung von PDF-Formaten oder aufgrund langsamer Downloadzeiten. Darüber hinaus nutzt der mobile Client die ausgefeilten Sicherheitsstandards des BI-Servers und liefert eine einheitliche Sicherheitsumgebung für alle Anwender – gleichgültig, über welche Geräte die Informationen abgerufen werden. Die Lösung schützt die BI-Daten bei Diebstahl oder Verlust des mobilen Endgerätes durch ein automatisches Blockieren der Inhalte.
Laut Marktprognosen von IDC wird die Anzahl der Nutzer mobiler Anwendungen von 800 Millionen in 2007 (ca. 25,7 Prozent der weltweiten berufstätigen Bevölkerung) auf eine Milliarde in 2011 (ca. 30,4 Prozent der weltweiten berufstätigen Bevölkerung) wachsen. „Mobilen Anwendern Zugriff auf Unternehmenslösungen zu gewähren und sie zum Einsatz der Lösungen zu bewegen, war schon immer eine Herausforderung“, erläutert Mary Wardley, Vice President, CRM Applications bei IDC. „Die meisten mobilen Lösungen verlangen von Nutzern, dass sie die Software und ihre Funktionen neu erlernen, während das IT-Management zusätzliche, komplexe Infrastrukturen implementieren und warten muss. Eine native Anwendung auf dem BlackBerry zu haben, die dessen Funktionalität erweitert und gleichzeitig die bewährte und bekannte Bedienführung beibehält, wird es für Nutzer einfacher machen, mit Anwendungen wie CRM zu arbeiten.“
Das erste Ergebnis der SAP/RIM-Partnerschaft wird ein Produkt sein, das die Anforderungen mobiler Vertriebsmitarbeiter adressiert. Es verbindet die Funktionen von SAP CRM mit den zentralen Anwendungen des BlackBerry-Smartphones wie E-Mail, Adressbuch und Kalender. Die mobile CRM-Anwendung nutzt dabei die Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen sowie die Effizienz der BlackBerry-Plattform ebenso wie die intuitive Bedienführung des BlackBerry-Smartphones. Bei Unternehmen, die bereits die BlackBerry-Lösung sowie CRM verwenden, wird keine Erweiterung der IT-Infrastruktur verlangt und die Anwendung ist nach geringem Schulungsaufwand einsetzbar. Im Rahmen der Partnerschaft wird RIM ein Framework zur Entwicklung intuitiver, mobiler Anwendungen und Workflows für die BlackBerry-Plattform zur Verfügung stellen, das auf dem „BlackBerry Java Development Environment“ basiert. Das Framework dient als Fundament für die Entwicklung weiterer mobiler Anwendungen der SAP.
Quelle: www.cognos.com und www.sap.com
Berlecon-Studie: Fachbereiche wollen Unified Communications
Die vorhandenen Kommunikations-Tools können mit dem schnell wachsenden Bedarf in den Unternehmen kaum noch mithalten. Vor allem Fachabteilungen wünschen sich deutliche Verbesserungen, so das Ergebnis der jüngsten Berlecon-Studie zum Thema Unified Communications „Wettbewerbsfaktor effiziente Kommunikation – Potenzial von Unified Communications in deutschen Unternehmen“. In Auftrag gegeben wurde sie von Damovo, Microsoft und Nortel. Das Kommunikationsvolumen in Fachabteilungen ist in den vergangenen Jahren spürbar angestiegen. Wie die jüngste Unified-Communications-Studie des Berliner Analysten- und Beratungshauses Berlecon Research belegt, stimmt eine überwältigende Mehrheit (93%) von Bereichsleitern dieser Aussage zu. Berlecon befragte für die Studie erstmals in Deutschland 105 Abteilungsleiter aus den Bereichen Einkauf/Beschaffung und Vertrieb/Außendienst in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Wichtigste Ursachen für die deutliche Zunahme sind höhere Erwartungen auf Kundenseite in Hinblick auf schnellere Reaktionszeiten (86%) sowie steigende Produktivitätsanforderungen angesichts begrenzter Ressourcen (78%).
Um das in den vergangenen Jahren deutlich angestiegene Kommunikationsvolumen zu bewältigen, stehen den Mitarbeitern in den Fachabteilungen die unterschiedlichsten Kommunikationskanäle zur Verfügung. Das mit Abstand wichtigste Kommunikationsmedium ist und bleibt die E-Mail (100% der Befragten). Handy beziehungsweise Smartphone sind für 80% wichtig oder sehr wichtig in der alltäglichen Kommunikation – wichtiger noch als das Festnetztelefon (74%). Die gruppenorientierte Echtzeit-Kommunikation beschränkt sich derzeit noch auf Telefonkonferenzen (47%). Andere Möglichkeiten für die Echtzeit-Zusammenarbeit verteilter Teams wie Web- oder Videokonferenzen sind von noch untergeordneter Bedeutung. „Die vorliegende Berlecon-Studie zeigt deutlich, dass das Kommunikationsaufkommen seit einiger Zeit massiv zugenommen hat und mit einem weiteren Wachstum zu rechnen ist“, sagt Martin Böker, Business Leader Enterprise Central Europe bei Nortel in Frankfurt am Main.
Quelle: www.berlecon.de










