Lizenz-Kolumne

SAP-Lizenzierung ist komplex und erfordert technisches und juristisches Know-how. Nur wer seine Lizenzen optimiert hat, zahlt nicht mehr als notwendig oder riskiert teure Nachzahlungen.

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Order-to-Cash, Procure-to-Pay, Static Read – 
neue Lizenzpolitik verwirrt die Anwender

Es sollte doch alles einfacher werden und verständnisvoller. 2015 wurde in den Keynotes der Sapphire das Motto „Run Simple“ und „Make Digital Simple“ ausgegeben. 2016 und 2017 sprach SAP-CEO Bill McDermott in Orlando von „Empathy“.


We can still show greater empathy for you“, versprach der SAP-Chef. Der Duden beschreibt den Begriff Empathie mit: „Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen“. Heißt also: Die SAP möchte ihren Kunden zuhören, sich entwickeln, sich verbessern. Unmittelbar darauf folgte dann auch noch die Ankündigung der vereinfachten Lizenzgebühren („And today I announce simplified pricing“). Grob gesprochen sollen Lizenzgebühren für indirekte Nutzung nun – freilich nur in bestimmten Konstellationen – auf Basis von Bestellungen berechnet werden und dann nicht mehr wie gewohnt über definierte Nutzer. Dies soll jedenfalls gelten, wenn Nutzer von Drittanwendungen keine Mitarbeiter des SAP-Kunden sind, sondern zum Beispiel Endkunden. Es sieht danach aus, dass über das neue Pricing all das abgefangen werden soll, was man […]

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Zu Unrecht unterschätzt: Ein einheitliches SAP User Management

Immer wieder stellen wir fest, dass eine der Haupt­ursachen für Überlizenzierung unserer SAP-Kunden ein unzureichendes SAP User Management ist. Dieses ist jedoch die Grundlage für eine korrekte Lizenzvergabe, weil damit die genaue Zahl der benötigten SAP-User in der Landschaft bestimmt werden kann.

Bis auf wenige Ausnahmen ist dies nur eine User-Lizenz pro aktivem SAP-User. Aus zahlreichen SAP-Projekten wissen wir, dass der Schnitt zwischen 1,1 und 1,4 Lizenzen pro Mitarbeiter liegt. Die Mehrzahl der Kunden nutzte zur Vermeidung dieses Problems eine ZBV oder IDM. Beide sollen einen eindeutigen Login je SAP-User über alle existierenden SAP-Accounts liefern. So können alle SAP-Accounts eines Mitarbeiters der zugehörigen Person in der License Administrative Workbench (LAW) durch die Konsolidierung zugeordnet werden. Die Praxis sieht allerdings anders aus, da sich die meisten Kunden historisch bedingt über unterschiedliche Login-Vergaben für ihre SAP-Accounts verfügen. So wird z. B. als Login der Nachname plus die ersten ein bis drei Buchstaben des Vornamens verwendet, ein paar Jahre später wird etwa ein IDM eingerichtet, […]

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SAP UK gegen Diageo: Rechtsfolgen bei Lizenzverstößen vermeiden

Die jüngste Entscheidung im Verfahren SAP UK gegen Diageo Great Britain ist nur eine von mehreren softwarelizenzrechtlichen Auseinandersetzungen, die große Hersteller mit ihren Kunden vor Gericht ausfechten.

Unternehmen lizenzieren Software auf der Grundlage unterschiedlicher Lizenzparameter, Geräte oder Prozessoren in einem Server. Wird die Zahl überschritten, verletzt ein Unternehmen in vielen Softwarelizenzmodellen automatisch die Lizenzbestimmungen. Der Verstoß geschieht oft gar nicht bewusst. Das liegt an der hohen Komplexität der Vertragsbedingungen, Lizenznutzungsrechte und Lizenzmodelle. Heikel wird es, wenn Named User ins Spiel kommen. Im Fall SAP UK gegen Diageo Great Britain entschied der High Court of England and Wales zugunsten von SAP. Das Unternehmen hatte den Getränkehersteller wegen indirekter Benutzer auf 55 Millionen Pfund verklagt. Eine Entscheidung mit gravierenden Auswirkungen für große Unternehmen, die kundenseitige Systeme mit Anbindung an SAP-Datenbanken betreiben. Seit 2004 lizenziert Diageo mySAP Business Suite anhand einer bestimmten Zahl von Named Usern. Vor einigen Jahren erstellte […]

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Keine Angst vor Drittanbieter-Applikationen

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Immer mehr Unternehmen erkennen mittlerweile, wie wichtig die richtige Lizenzierung und Verwaltung von Software ist. Seit Längerem im Fokus steht die indirekte Nutzung – für SAP-Kunden ist das der größte Risikofaktor bei der Lizenzierung.

Softwarehäuser wie SAP können zusätzlich zu bestehenden Lizenzgebühren Abgaben verlangen, wenn Drittprogramme zum Zweck des Datenaustauschs auf ihre Software zugreifen. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser Vorgang automatisiert erfolgt oder durch einen Nutzer initiiert wird, der in der Applikation des Drittanbieters eine bestimmte Funktion nutzt. In einem solchen Fall wäre die richtige Vorgehensweise, SAP über die Inbetriebnahme der entsprechenden Software zu informieren und zu klären, ob weitere Lizenzen erworben werden müssen oder nicht. Viele Kunden unterlassen jedoch genau das – weil sie denken, dass es sich hier um eine rechtliche Grauzone handelt, oder weil sie annehmen, dass SAP auf diesen Verstoß nicht aufmerksam wird. Entdeckt SAP jedoch Aktivitäten, die auf eine indirekte Nutzung von SAP-Applikationen hindeuten, erhebt der Hersteller […]

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Risiko der indirekten Nutzung – Better Practice

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Das jüngste Urteil zugunsten von SAP im Rechtsstreit bezüglich indirekter Nutzung verunsichert die globale SAP-Community. Nicht zuletzt hierdurch hat die Schaffung von Transparenz, bezogen auf die gesamte SAP-Infrastruktur, an Bedeutung gewonnen.

Verunsicherung befällt die globale SAP-Community, seit dem Antrag von SAP auf Entschädigung im Rechtsstreit um indirekte Nutzung stattgegeben wurde. Innerhalb weniger Stunden verbreitete sich die Nachricht rund um den Globus und SAP-Kunden ersuchen vermehrt die wenigen bekannten Experten um Rat. Was bedeutet dieses Urteil für SAP-Kunden? Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass indirekte Nutzung kein reines SAP-Thema ist. Es gibt viele Hersteller, welche Entschädigung für entsprechende Szenarien einfordern. Doch wie kann man diesem Thema begegnen und sich entsprechend vorbereiten bzw. absichern? Technische Hilfsmittel und „Standardvorgehen“, welche durch diverse Toolhersteller angeboten werden, gilt es kritisch zu hinterfragen. Allerdings gibt es einige Ansätze, die in jedem Falle grundlegend zu beachten sind. So hilft es beispielsweise nicht, rein RFC-Verbindungen nachzuverfolgen und gegen im […]

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Indirekte Nutzung: Erster Erfolg zeichnet sich ab

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Die SAP stoppt den Vertrieb der Lizenzen für NetWeaver Foundation for Third Party Applications.

Nach Auskunft der DSAG wurde seitens der SAP eingeräumt, dass bis zur abschließenden Klärung des Themas „NetWeaver Foundation for 3rd Party Products“ ab sofort sämtliche Vertriebsaktivitäten eingestellt wurden und alle bis dato „ungelösten Fälle“ im Markt zeitnah einer Lösung zugeführt werden sollen. Vonseiten der SAP sei zudem eine Eskalationsstelle (COO der SAP-Landesgesellschaft) zu diesem Thema zugesichert worden. Wie in unserem Rechtsgutachten zur indirekten Nutzung von SAP-Software ausführlich erläutert wird, bestehen erhebliche Zweifel an einer Rechtswirksamkeit der Lizenzierung von NetWeaver Foundation for Third Party Applications. Die Anknüpfung des Lizenztyps NetWeaver Foundation for Third Party Applications am Zugriff des Kunden auf „die Datenbank der SAP-Anwendungen oder auf die darin enthaltenen Informationen“ erscheint aus rechtlicher Sicht fragwürdig. Das Einlenken von SAP könnte daher […]

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Gehen Sie aufgeräumt in Ihre Lizenzverhandlung

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Lassen Sie es nicht so weit kommen, dass ein anstehender Lizenz-Audit Ihre Agenda bestimmt oder verändert. Folgen Sie den Prinzipien aus dem Lean Management. Dem Lean Management liegt die Philosophie zugrunde, wertschöpfend ohne Verschwendung zu sein. Ein elementarer Gedanke, der sich in der Lizenzvergabe Ihres Unternehmens wiederfinden muss.

Ordnen Sie Ihren Vergabeprozess und stellen Sie sicher, dass die Lizenzen nutzungsgerecht zugeordnet und berechnet werden. Unterstützen kann Sie hierbei eines der Grundprinzipien effizienter und effektiver Handlungen, die sogenannte 5S-Methode. Sie ist eine der Basismethoden des Lean Managements. In fünf Punkten erfolgt von einer Bereinigung: Aussortierung (Seiri) Ordnung (Seiton) Sauberkeit (Seiso) die Etablierung von Standards (Seiketsu) eine nachhaltige Festsetzung der Selbstdisziplin (Shitsuke). Im Hinblick auf die Lizenzbewertung lässt sich dies wie folgt darstellen: Seiri – Aussortieren nicht benötigter Lizenzen: Basis für alle weiteren Schritte ist das Identifizieren und Aussortieren irrelevanter Elemente.Vor dem Hintergrund, dass Lizenzen auf aktive Nutzer/Engines bzw. Schnittstellen begrenzt sein müssen, ist dies der relevante Zielbereich. Elemente, die diesem Bereich nicht zugehören, sind zu hinterfragen und gegebenenfalls zu […]

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Vom Pulverfass zum kostenoptimierten Lizenzbestand

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In der Vergangenheit bestanden SAP-Vermessungen aus eher willkürlichen Verteilungen von Lizenzbeständen nach bestem Wissen und Gewissen. Detaillierte Klassifikationen nach Berechtigungen oder tatsächlichem Nutzungsverhalten waren nie gefordert.

Heute drohen SAP–Audits und die Prüfung funktional eingeschränkter Nutzungsrechte und zwingen den SAP-Lizenzmanager erstmalig zur Prüfung der Compliance. Ist im Kampf gegen gewachsene Inkonsistenz, die zu einem Compliance-Konflikt führt und aktuell zu gefühlt willkürlichen Forderungen der SAP, Lizenzmanagement die richtige Lösung? Ja – jedoch nicht das klassische Lizenzmanagement, wie es beispielsweise im Umgang mit Microsoft bekannt und bewährt ist. Ein Lizenzmanagement kann Lizenzen verwalten und den Lizenzmanagementprozess steuern. Die üblichen Lizenzmanagementsysteme werden ohne Business-Logik ausgeliefert. Eine automatische Zuordnung ist somit nur auf Basis von Stammdaten wie z. B. Berechtigungen möglich, nicht aber auf Basis des tatsächlichen Nutzungsverhaltens. Moderne Lizenzlösungen analysieren hingegen das tatsächliche Nutzungsverhalten eines SAP-Users und spiegeln dieses gegen eine Interpretation der SAP-Preisliste, bzw. gegen eigendefinierte Sonder­userprofile. Beispielsweise ersetzt […]

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Indirekte Nutzung: Was Kompliziertes noch komplizierter macht

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Was versteht man unter indirekter Nutzung? Welche Lizenzen sollte man kaufen? Mit der Änderung der Beschreibung für SAP NetWeaver Foundation for Third Party Applications in der Preis- und Konditionenliste (PKL) 2016/2 ist die Verwirrung größer geworden.

Das Thema „indirekte Nutzung“ ist aus zwei Perspektiven zu betrachten: Auf der einen Seite geht es darum, dass Anwender SAP-Software direkt oder indirekt nutzen. Dafür benötigt man je nach Nutzung ein entsprechendes Nutzungsrecht in Form einer „Named-User-Lizenz“. Auf der anderen Seite gibt es Applikationen, die SAP-Technologie nutzen. Dafür sollen SAP-Kunden ein entsprechendes Nutzungsrecht für die „SAP NetWeaver Foundation for Third Party Applications“ bei SAP erwerben. Anwenderperspektive Bei der Nutzung durch den Anwender ist der Fall vergleichsweise einfach. Hierbei geht es aus Sicht der SAP um Missbrauchsverhinderung. Sie verlangt, dass jeder, der SAP-Software nutzt, dafür ein entsprechendes Nutzungsrecht besitzt – unabhängig davon, wie auf die SAP-Software zugegriffen wird. Das ist zunächst nachvollziehbar und verständlich. Als Beispiel wird häufig Salesforce.com angeführt. Wenn […]

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Zehn Gebote für das SAP-Lizenz- und Berechtigungsmanagement

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Die Angst vor Sicherheitslücken und Datenleaks bereitet immer mehr IT-Verantwortlichen schlaflose Nächte. Sensible Unternehmensdaten müssen mittels ausgefeilter Berechtigungskonzepte geschützt werden.

Den Wirtschaftsprüfer im Nacken und den SAP-Audit stets vor Augen, investieren Unternehmen genügend Zeit und Geld in ihr Berechtigungsmanagement. Der Aufwand ist enorm und meist auch ein Garant für unerwünscht graue Haare beim Compliance Manager. Wie lassen sich betriebswirtschaftliche Rollen auf technischer Ebene abbilden? Nach welchen Kriterien sollen Berechtigungen vergeben werden? Klar, man schaut, was der User können soll und darf, aber eben auch, was er bereits in SAP bearbeitet. Welcher Aufwand dahintersteckt? Hier mal ein Beispiel: Unser Vorzeigemitarbeiter Michael aus dem Berechtigungsteam wirft zuallererst einen Blick in die ST03N. Dort findet er heraus, welche Transaktionen SAP-User X im SAP-System Y genutzt hat. Das schafft er in knapp zwei Minuten, er ist ja schließlich fix. Und intelligent noch dazu. Deshalb […]